28. Juni 2009 von sinktank
Handout meines Referates zu den Nachstücken von E.T.A. Hoffmann (ist schon etwas älter):
Nachtstücke
2.Sammelwerk E.T.A. Hoffmanns, erschienen 1816/1817
(Der Sandmann, Das Gelübde, Ignaz Denner, Die Jesuiterkirche in G., Das Majorat, Das öde Haus, Das Sanctus, Das steinerne Herz)
Epoche Romantik:
Vorher Aufklärung (Optimismus der Aufklärer/“Licht der Vernunft“)
=> nun Romantik (Skepsis; Überzeugung, es gebe auch „Nachtseiten“, welche für Verstand unfassbar)
=> Bildungsliteratur wandelte sich in Unterhaltungsliteratur
=> Geheimbünde wieder “in Mode”
Begriff Nachtstück:
E.T.A. Hoffmann verband verschiedene Bedeutungsmöglichkeiten des Begriffs „Nachtstück“ unter starker Bedeutung der übertragenen Bedeutung.
=> erschuf literarische Gattung mit seinem Sammelwerk
Bedeutung/Aufbau Nachtstück:
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äußere Schicht: – Nachtszenen (unheimliche Beleuchtung durch Feuer/Fackeln) - stoffliche Reize des Nächtlichen (Schauer-,Räuber-,Gespensterliteratur; Verbrecher, Racheakte, Schicksalsschläge, Unglücksfälle)
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mittlere Schicht: – Kräfte, die in dem grauenhaften, nächtlichen Geschehen verborgen sind und Menschen bedrohen, verfolgen, irreleiten – Kräfte kann man häufig nicht erklären/durchschauen – Geheimnisse werden zwar enthüllt, aber selten vollständig => neue Rätsel – es bleibt offen, ob Dämonen oder Menschen schuld an Unglück des Helden sind
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innere Schicht: – nächtlichen Kräfte dem Verstand nicht zugänglich - unklar, ob verderbliche Kräfte real sind oder nur Wahnvorstellungen - manche Phänomene werden (medizinisch, psychologisch, naturwissenschaftlich) erklärt, man kann sich aber nie sicher sein, ob die Erklärung hinreichend ist, oder nicht sogar in die Irre führt - Autor gibt Leser kaum Hinweise
Themen Nachtstücke:
=> Unfreiheit der Menschen, Bedrohung durch das Unbegreifliche/Unfassbare/Unheimliche
Einfluss von/auf Nachtstücke:
=> Nachtseiten spielten in Medizin, Psychologie, Naturwissenschaften große Rolle
=> Hoffmann war fasziniert vor allem von Psychologie (Wahnsinn etc.) und Naturwissenschaften (Maschinen)
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28. Juni 2009 von sinktank
Erläutern Sie Bothos Verhalten in dem Gespräch mit Lene (Kap.5) und seine Reaktion auf den Brief (Kap.6). Versuchen Sie eine Erklärung für sein Verhalten zu finden und beurteilen Sie sein Verhalten.
Als Botho mit Lene durch den Garten spaziert, wünscht sich Lene, dass Botho etwas erzählt oder fragt. Daraufhin beginnt Botho Lene über Frau Dörr auszufragen. Botho neckt Lene, indem er behauptet Frau Dörr hätte eine „stattliche Figur“. Botho scheint die Zeit mit Lene zu genießen, da er sie küsst und umarmt. Im Verlauf des Gespräches erzählt Lene Botho, der immer nur kleine Fragen einwirft, dass Herr Dörr immer noch sehr in Frau Dörr vernarrt sei, die in ihrer Jugend eine Beziehung zu einem Adligen gehabt habe. Ich denke nicht, dass Botho wirklich an der Lebensgeschichte von Frau Dörr interessiert ist, sondern dass er einfach die Zeit mit Lene genießen möchte. Im zweiten Teil des Gesprächs erzählt Botho von Küchengarten seiner Eltern, der dem der Dörrs ähnlich sei. Botho schätzt Lene als Demokratin ein, und fordert sie auf sich ein Bild seiner Mutter zu machen. Als Lene feststellt, seine Mutter wünsche eine gute Partie für ihren Sohn ist Botho bestürzt und betont, er habe Lene sehr lieb. Nachdem Botho Lenes Brief gelesen hat, hat er unterschiedliche Empfindungen. Zunächst freut er sich über ihre Schrift und einige Rechtschreibfehler. Der Brief sei Lene ähnlich, und die Fehler würden ihn, wie auch Lene, nur noch reizender machen. Dann allerdings denkt Botho wehmütig an den Ostermontag an dem er Lene kennen lernte. Er wünscht sich er hätte sie nie getroffen, da er weiß, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat. Botho ist sich im Klaren, dass sein Onkel im Auftrag seiner Mutter kommt, um ihn zu einer Heirat zu bewegen, und dass daher die Trennung von Lene kurz bevor steht.
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28. Juni 2009 von sinktank
Analysieren Sie Bothos Versuche, die gesellschaftliche Distanz zu den Anwesenden aufzuheben (zu Beginn des Romans).
Botho versucht die gesellschaftliche Distanz zu den Anwesenden zu verringern, indem er sie sehr freundlich und fast schon familiär begrüßt. „Guten Tag, Mutterchen. [...] Herr Dörr, mein alter Freund und Gönner [...]“ (S.22, Z.5-7). Vorallem die Anrede „Freund“ hebt Herrn Dörr auf die gleiche Ebene wie Botho. Botho ist angeheitert und redet dementsprechend viel, möglicherweise möchte er ihnen so deutlich machen, dass er ein ganz normaler Mensch ist. Als Frau Dörr Botho den Platz im Großvaterstuhl anbieten möchte, behauptet Botho, dass er lieber wie Dörr, den er als Freund bezeichnet, auf einem einfachen Schemel sitzen würde. Indem er den Ehrenplatz ablehnt, versucht Botho den Standesunterschied zu verschleiern. Botho betont, dass er gerne neben Frau Nimptsch säße, da ihr Herd immer Wärme und Feuer ausstrahle. Darüber hinaus schmeichelt sich Botho durch die Erwähnung des Gedichts „Die alte Waschfrau“ bei Frau Nimptsch ein und er preist ihr einfaches Leben. „Wie Gott in Frankreich. Erst haben Sie das Haus und diesen Herd und dann den Garten und dann Frau Dörr. Und dann haben Sie die Lene.“ (S.23, Z.11-14) Als Lene Getränke mit einem Tablett servieren möchte, bittet Botho sie, die Getränke mit der Hand zu bringen, da er keine Behandlung wie im Club möchte. Zudem verteilt Botho Knallbonbons, allerdings gefallen die Sprüche den Anwesenden nur teilweise. Mit dem Versuch sich über den Adel lustig zu machen, versucht Botho ebenfalls, die gesellschaftliche Distanz zu überwinden. Seine vorgespielte Tischunterhaltung gefällt den Anwesenden und ruft große Begeisterung vor allem bei Frau Dörr hervor. Gegen Ende des Abends beginnen sie zu Konzertmusik zu tanzen, wobei Botho sich nicht zu fein ist mit Frau Dörr zu tanzen. Als Frau Dörr friert, möchte Botho die Fenster schließen, doch Frau Dörr bittet lediglich um Kirschwasser. Botho lobt Lenes Kirschwasser überschwenglich und behauptet, es sei besser als die Getränke, die er im Club bekommen habe. Auch hier kann man erkennen, dass Botho sich der niedrigen Gesellschaft anpassen möchte. Am Ende des Abends begleitet Botho sogar die Dörrs nach Hause, und zeigt damit, dass er sie scheinbar sehr schätzt.
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7. Dezember 2008 von sinktank
Ein Scherzanruf beim pakistanischen Präsidenten hat Indíen und Pakistan an den Rande eines Atomkrieges gebracht.
Der Anrufr gab sich als indischer Außenminister aus und drohte, Indien werde zu militärischen Mitteln greifen, wenn Pakistan nicht die Hintermänner der Terroranschläge von Bombay ausliefere.
Daraufhin wurde die pakistanische Luftwaffe in Alarmbereitschaft versetzt.
[ironie]Ist es nicht beruhigend, dass nahezu jeder normale Bürger bei seinem Staatsoberhaupt und/oder Regierungschef anrufen kann und frischen Wind in diplomatische Beziehungen bringen kann?[/ironie]
Verrückte Welt…!
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26. November 2008 von sinktank
Dies ist ein Brief, in dem Nathanael seiner Verlobten Clara seine Liebe zu Clara gesteht und die Verlobung auflöst. Dieser Brief kommt in dem Nachstück „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann nicht vor, sondern ist eine „kreative Schreibaufgabe“….
Holde Clara.
Wehe mir, der ich diesen Brief voller schlechter Nachrichten an dich schreiben muss. Gewiss habt ihr euch gewundert, dass ich solange nicht geschrieben. Nun, es sind einige Dinge hier in G. vorgefallen, welche mich zu sehr beschäftigten. Dunkle Wolken schweben über meinem Gemüt und doch ist es, als würde die Sonne mein Herz erwärmen. Lange habe ich überlegt, wie ich dies verkünden kann. Oft lag ich wach in meinem Bette und beklagte meine verachtenswerte Existenz. Um es kurz zu halten, liebe Clara: Ich bin verliebt – verliebt in eine andere Frau.
Ich weiß, wie sehr dich dies trifft, schworen wir uns doch einst ewige Liebe. Und doch muss ich heute unsere Verlobung auflösen. Es schmerzt mich dies zu tun und doch sehe ich keinen anderen Ausweg, liebe Clara. Ich muss meines Herzens Ruf folgen. Ich liebe Olimpia, ja ich gesteh’s. Ich will, nein ich muss mein Leben mit ihr teilen. In Olimpia finde ich mein Selbst wieder, stunden-, ja tagelang kann ich bei ihr verweilen. Sie weiß meine Dichtungen, meine Kunst zu schätzen, wahrlich redet sie nicht viel, doch diese Worte, welche ihre Lippen verlassen, erwärmen mein Inneres und lassen mein Herz schneller schlagen.
Ach Clara, ich weiß wohl, wie schwer es sein muss, diese Zeilen zu lesen, doch sei nicht zu sehr zornig mit deinem Nathanael.
Ich hoffe, ja ich bete, dass du mich und meine Entscheidung verstehst.
Grüße mir auch Mutter und Lothar, auch wenn sie meine Grüße wohl verschmähen werden.
Lebe wohl, Nathanael.
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